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Wo beginnt die gute Adresse? Stadtgesellschaftliche Perspektiven auf ihre Geschichte

 

Bearbeiterin: Kerstin Brückweh (IRS Erkner) und Eva Maria Gajek (IRS Erkner)

Das Projekt untersucht, wie Villenviertel von anderen Bewohner:innen einer Stadt wahrgenommen werden. Ausgangspunkte sind Potsdam und Frankfurt am Main; Leipzig und Köln. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bilder, Bedeutungen und Routinen Stadtbewohner:innen heute mit Villenviertel verbinden – und was sich aus diesen aktuellen Wahrnehmungen über historische langfristige Prozesse sozialer Ungleichheitsstrukturen ablesen lassen. Das Projekt kombiniert zwei Zugänge. In jeweils 15 Oral-History-Interviews mit Vertreter:innen lokaler Initiativen entsteht ein Verständnis dafür, welche Orte als zentral für das eigene Stadtbild gelten und ob Villenviertel darin als vertraute, distanzierte oder kaum präsente Räume auftauchen. Subjektive Karten dienen dabei als Werkzeug, um diese individuellen Orientierungsmuster sichtbar zu machen. Der zweite Zugang richtet sich an die breite Stadtgesellschaft. In Workshops an verschiedenen Orten der Stadt – im Museum, auf der Einkaufsmeile oder im Einkaufszentrum – sprechen Bürger:innen über ihre Wege, alltäglichen Bezugspunkte und Wahrnehmungen sozialer Unterschiede. Aus diesen Gesprächen entsteht ein alternativer Reiseführer, der zeigt, welche Orte als charakteristisch empfunden werden – und welche Rolle Villenviertel darin spielen. Ziel des Projekts ist es, herauszuarbeiten, wie Villenviertel im städtischen Alltag verankert sind und wie gegenwärtige Wahrnehmungen auf historische Verschiebungen, Ungleichheiten und Kontinuitäten verweisen.