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Neue und alte gute Adressen: Räumliche Transformation in Westdeutschland

 

Bearbeiterin: Eva Maria Gajek (IRS Erkner)

Das Projekt untersucht die Entwicklung und Neuordnung „guter Adressen“ in Westdeutschland von den 1930er Jahren bis in die 1970er Jahre, mit einem Schwerpunkt auf Frankfurt am Main/Taunus und Köln. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Wohnprestige in einer Phase tiefgreifender politischer und räumlicher Transformation veränderte. Das Projekt rekonstruiert, wie Enteignungen während des Nationalsozialismus, Restitutionsprozesse nach 1945 und die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs die Struktur vieler Villenviertel neu formten. Gleichzeitig analysiert es, wie Wiederaufbau, Modernisierung und städtische Erneuerungsprojekte neue prestigeträchtige Wohnlagen entstehen ließen – und ältere Adressen herausforderten oder verdrängten. Im Fokus steht dabei das Verhältnis zwischen alten und neuen guten Adressen sowie das Zusammenspiel von Nachbarschaft, Stadt und Region. Das Projekt untersucht, wie Stadtpolitik, Infrastrukturentscheidungen und die Ausstattung öffentlicher Einrichtungen die Entwicklung von Wohnlagen beeinflussten – sei es durch die Förderung bestimmter Quartiere oder durch Eingriffe, die ihren Status bedrohten. Das Projekt zeigt damit, wie eng Fragen von Wohnlage, Prestige und sozialer Ungleichheit miteinander verknüpft waren – und wie sie den Charakter westdeutscher Städte bis heute prägen.