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Karten als Raumwissen. Wandel und Repräsentation von Villenvierteln in Deutschland nach 1945

 

Bearbeiterin: Lilli Rast (IRS Erkner)

Betreuerinnen: Kerstin Brückweh (Europa-Universität Viadrina) und Eva Maria Gajek (IRS Erkner)

Als gebauter Raum sind historische Villenviertel steingewordener Ausdruck der (Selbst-)Segregation Vermögender zu Beginn des 20. Jahrhunderts und als solche relativ beständig. Gleichzeitig fanden und finden auch in historischen Villenvierteln Bautätigkeiten statt und die Viertel unterliegen konstanter Veränderung. Ziel der Dissertation ist es, den Wandel von und Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Villenviertels als materiellem, gebauten Raum und seiner Wahrnehmung und Repräsentation, dem Villenviertel als symbolischen Raum, zu untersuchen. Gegenstand sind ein ost- und ein westdeutsches Villenviertel im Zeitraum von 1945 bis in die 1990er Jahre. Als Untersuchungsmethode wird digitales Kartieren angewendet, welches es erlaubt, unterschiedliche Entwicklungen in ihrem zeitlichen und räumlichen Neben- und Nacheinander und auf unterschiedlichen räumlichen Skalen visuell zu reproduzieren und nachvollziehbar zu machen. Kartiert werden raumbezogene Quellen wie Stadt- und Bebauungspläne, Bauakten, Immobilienanzeigen u.v.m., die sowohl die bauliche Entwicklung dokumentieren, als auch den Raum selbst produzieren. Die Dissertation ist also durch einen doppelten Zugriff auf Karten geprägt, indem Karten einerseits als Quelle und Raumrepräsentation betrachtet werden und andererseits Kartieren als Methode angewendet wird. Neben der inhaltlichen Fragestellung zeichnet sich die Dissertation so durch einen methodischen Fokus aus.