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Gute Adressen im Konfliktfeld. Entscheidungen zwischen Denkmalschutz, Eigentum und Stadtpolitik

 

Bearbeiter: Paul Zalewski (Viadrina Universität Frankfurt/Oder)

Das Projekt untersucht, wie politische Entscheidungsträger, Planungsbehörden, Architekt:innen und Denkmalschutzakteure mit Villen und Villenviertel umgehen – insbesondere mit ihrer Sanierung, ihrem Erhalt und ihrem Abriss. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass in den letzten Jahren vermehrt Villen renommierter Architekt:innen abgerissen wurden, um Neubauten zu errichten, die individuelle Vorstellungen und neue Formen sozialen Prestiges zum Ausdruck bringen. Das Projekt analysiert Planungsunterlagen, die bei kommunalen Behörden eingereicht wurden, und führt anonymisierte Expert:inneninterviews mit Verwaltungsmitarbeitenden, Architekt:innen und politischen Akteur:innen. So soll ein differenziertes Bild davon entstehen, wie planerische Entscheidungen zustande kommen, welche Argumente – etwa ökologische, ökonomische oder ästhetische – eine Rolle spielen und wie Konflikte zwischen Eigentumsinteressen und öffentlichen Schutzansprüchen verhandelt werden. Dabei interessiert besonders, inwiefern sich in architektonischen Veränderungen neue soziale Positionierungen und Habituskonzepte widerspiegeln und wie historische Wertzuschreibungen – etwa aus der Denkmalpflege – gegenüber gegenwärtigen Nutzungs- und Gestaltungswünschen Bestand haben.